Glossar

Hier entsteht das große A bis Z des Glasfasernetzes Landkreis Uelzen. Skuzessive finden Sie hier erläuternde Fachbergiffe und erklärendes Hintergrundwissen zum Projekt, zur Struktur und zum Aufbau unseres neuen Highspeed-Netzes.

Backbone

Das „Backbone“ ist das Rückgrat, also der Hauptstrang bzw. das Basisnetz des landkreisweiten Glasfasernetzes. Es entstehen zwei große Hauptleitungsringe östlich und westlich des Elbe-Seitenkanals, die alle Ausbaugebiete bzw. deren Hauptverteilerstationen (PoPs) miteinander verbinden und für eine höhere Ausfallssicherheit sorgen werden. Der ringförmige Aufbau gewährleistet einen ausfallsicheren Betrieb, jedoch sind drei Querungen des Elbe-Seitenkanals notwendig, um die zwei Ringe zu verbinden. Da sich im Backbone-Netz die Datenraten aller Endbenutzer bündeln, erfordert dieses Netz besonders große Übertragungsraten. Daher werden in die Mikrorohre des Backbones Glasfaserkabel mit insgesamt 144 Fasern eingezogen.

Point of Presence (PoP)

Der „Point of Presence“ oder auch kurz genannt „PoP“ ist die zentrale Vermittlungsstelle die über das „Backbone“ direkt an das Rechenzentrum der LüneCom angebunden wird und damit den Zugang zum Internet sicherstellt. Ein PoP bzw. eine Hauptverteilerstation versorgt jeweils einen Bereich mit durchschnittlich ca. 2.500 Haushalten. Insgesamt müssen 19 PoP´s errichtet werden, um das gesamte Versorgungsgebiet ans Glasfasernetz anzuschließen. In den PoPs ist die aktive Technik der LüneCom verbaut, die notwendig ist um das Glasfasernetz zu betreiben. Sie verfügen über eine eigene Klimaanlage, einen Stromanschluss sowie eine eigene unterbrechungsfreie Stromversorgung, mit der ein Stromausfall 30 Minuten überbrückt werden kann. Die Glasfaseranschlüsse können erst aktiv geschaltet werden, wenn der versorgende „PoP“ des jeweiligen Bereiches an das  „Backbone“ angeschlossen ist.

Rechenzentrum

Die Anbindung zum WorldWideWeb erfolgt zunächst an einer Stelle im Ausbaugebiet 1 (Bienenbüttel). Hier stellt die LüneCom als Netzpächter Glasfasern zur Verfügung, die direkt mit einem Rechenzentrum verbunden sind und das zukünftige Highspeednetz an das weltweite Internet anbinden. Für eine höhere Ausfallsicherheit wird im Zuge des weiteren Ausbaus eine zweite Leitung seitens der LüneCom zu einem Rechenzentrum an einer anderen Stelle im Landkreis bereitgestellt, denn doppelt hält nicht nur besser, sondern ist auch sicherer. Ähnlich wie beim Backbone des Glasfasernetzes ist so sichergestellt, dass bei einer möglichen Beschädigung einer der Leitungen, trotzdem der Saft auf den Leitungen bestehen bleibt und ohne Einschränkungen mit Lichtgeschwindigkeit weiter gesurft werden kann.