Verzögerungen durch Bahnquerungen

Als Bahnverkehrsknotenpunkt wird der Landkreis Uelzen in allen Himmelsrichtungen mit Bahnstrecken durchzogen. Für diese Strecken bestehen aufgrund möglicher Einflüsse durch Baumaßnahmen hohe Sicherheitsauflagen, denn schließlich muss sichergestellt werden, dass beispielweise Gleisanlagen keinen Schaden nehmen. Deswegen muss die Querung von Bahnstrecken bei der Deutschen Bahn (DB) als Netzbetreiber im Vorfeld der Baumaßnahmen beantragt werden. Im Landkreis Uelzen betrifft dies insgesamt 19 Querungen, die durch unterschiedliche Bauweisen mit unterschiedlichen Antragsverfahren bei der DB eingereicht wurden. Da die zuständigen Mitarbeiter der DB aufgrund des parallelen Ausbaus in Niedersachsen sehr viele Anträge zu bearbeiten haben, befinden sich die Anträge des Landkreises Uelzen in unterschiedlichen Phasen der Beantragung. Für drei Querungen in offener Bauweise liegen die Genehmigungen der DB vor.  Damit kann in Tunneln und Unterführungen bei diesen Bahnstrecken ein Rohrgraben zur Verlegung der Leitungen erstellt werden.  Aufwendiger gestaltet sich das Genehmigungsverfahren jedoch bei den Querungen, die mittels Horizontalbohrungen erstellt werden müssen. Dort ist im Vorfeld u.a. zu berechnen, welche Auswirkungen eine Bohrung in Bezug auf die Setzung der Bahngleise verursachen wird. Diese Setzung darf dabei teilweise nur im Zehntelmillimeterbereich liegen. Diese Genehmigungen seitens der DB stehen noch aus. Parallel werden im Bereich von Brücken über Bahnstrecken Suchschachtungen durchgeführt, um mögliche Leerrohre, die durch die Brückenbauwerke geführt sind, zu lokalisieren. Diese könnten dann als Alternative zur Querung der Bahnstrecken genutzt werden. Sobald die Genehmigungen erteilt sind werden die Bauarbeiten zur Erstellung der Querungen aufgenommen und die entsprechenden Trassen gebaut.

 
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