Glossar: Erdrakete

28.06.2019 - Mit einer Erdrakete können unterirdisch Glasfaserleitungen verlegt werden, ohne dass die Erdoberflächen oder eine Straße dafür aufgegraben werden muss. Das Verfahren eignet sich besonders für kurze Querungen von Verkehrswegen. Es kann auch bei der Herstellung von Hausanschlüssen verwendet werden, wenn starke Verwurzelungen oder qualifizierte Oberflächen zum Beispiel durch hochwertige Bepflanzungen vorliegen. Bei der Erdraketentechnik wird ein pneumatischBauarbeiter nimmt Erdrakete in Zielgrube entgegen angetriebener Bodenverdrängungshammer (Erdrakete) mittels Druckluft aus einem Baustellenkompressor durch das Erdreich getrieben. Lediglich eine Start- und eine Zielgrube muss ausgehoben werden. Die Erdrakete wird in die Startgrube eingesetzt und mittels Peiloptik in die richtige Richtung zur Zielgrube ausgerichtet.

Per Luftdruck wird sie dann durch die Erde gedrückt. Dabei wird der Erdboden verdrängt und es entsteht eine Erdröhre, in die das Schutz- oder Mikrorohr unmittelbar nachgezogen und verlegt wird oder später eingezogen werden kann. Je nach Bodenbeschaffenheit erreichen Erdraketen eine Vortriebsgeschwindigkeit von bis zu 15 m/h. In der Regel sind die Durchörterungen bis zu 20 Meter lang. Aktiv kann die Erdrakete nicht gesteuert werden. Allerdings ist sie mit einem Rückwärtsgang ausgestattet, sodass sie zur Startgrube zurückgeführt und neu angesetzt werden kann, wenn sie durch ein Hindernis im Erdboden blockiert wurde.

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