Glossar: Offene Grabenbauweise

26.04.19 - Bei der offenen Bauweise wird die Erdoberfläche geöffnet und ein Graben ausgehoben, um die Leerrohre für die Glasfaserkabel in einer Verlegtiefe von etwa 60 bis 120 cm in die Erde zu legen. Grundsätzlich ist die offene Grabenbauweise bei allen Arten von Oberflächen durchführbar, sodass bevorzugt in offener Bauweise verlegt wird, wenn keine besonderen Bodenbeschaffenheiten oder Hindernisse vorliegen und eine unkomplizierte Wiederherstellung umsetzbar ist. Je nach Bodenart und bereits vorhandenen Infrastrukturen wie Ver- und Entsorgungsleitungen werden die Gräben auf unterschiedliche Weise im Straßen- und Gehwegbereich erstellt. Bei Geh- und Radwegen sowie Straßen werden zunächst die Pflasterungen oder Platten zurückgenommen. Asphaltflächen werden aufgeschnitten und herausgestemmt. Es werden sowohl Handschachtungen als auch Baugeräte wie Minibagger oder Fräsen eingesetzt, um den Graben zu ziehen. Nach Verlegung der Leitung wird der ausgehobene Graben wieder verfüllt, der Boden lagenweise verdichtet und die Oberfläche in den Ursprungszustand versetzt. Müssen Rasenflächen bearbeitet werden, werden hier nach abgeschlossener Maßnahme ausgestochene Grassoden wieder eingesetzt oder neuer Rasen eingesät.

 
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