Wie funktionieren eigentlich Glasfasern?

Die für die Datenübertragung weiterentwickelten Glasfasern sind natürlich viel leistungsstärker, als die bunten Lampenfasern, die man vielleicht noch von früher kennt,  das Grundprinzip der Lichtreflexion besteht jedoch immer noch.

Mithilfe der Glasfasern oder auch Lichtwellenleiter ist es möglich Telefongespräche, Computerdaten, Fernsehbilder oder Rundfunkprogramme zu übertragen. Dazu werden elektrische Signale zum Beispiel von Telefon, Computer, Fernsehkamera oder Mikrofon über einen Wandler in Licht umgewandelt und durch die Faser transportiert. Das Licht bewegt sich im Zick-Zack durch den Glasfaserkern, der mit neun Mikrometern dünner ist als ein menschliches Haar. Ein Mantel um den Kern aus Quarzglas mit Phosphor und Germanium sorgt für die Totalreflexion des Lichtes. Es tritt also fast keine Lichtenergie aus und durch die vielfache Reflektion gelangt das Licht ans andere Ende des Glasfaserkabels. Hochwertige Glasfasern lassen sich stark verbiegen, ohne dass Licht austritt, was für die bautechnische Verlegung von großer Bedeutung ist. Knicken sollte man sie allerdings nicht. An den PoPs, den Netzwerkverteilern und am Glasfaserabschlusspunkt müssen die Fasern mit Steck- oder Spleißverbindungen verbunden werden. Beim Spleißen schmilzt eine Maschine die Faserenden auf und schiebt sie aneinander. Damit die Arbeiter die Fasern unterscheiden können und die richtigen Faserenden miteinander verbinden, werden die Fasern eingefärbt. Meist bringt man dazu eine dünne Farbschicht auf der Schutzbeschichtung (engl. coating) auf. Eine einzige Faser würde theoretisch ausreichen, um den gesamten Landkreis Uelzen anzuschließen.

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