Auf der Baustelle unterwegs!

Am Bau des Glasfasernetzes sind viele unterschiedliche Akteure beteiligt. Zurzeit sind circa 200 Bauarbeiter im Einsatz, um die passive Netzinfrastruktur zu errichten. Natürlich geht dies nicht ohne umfangreiche Tiefbauarbeiten und viele Baustellen. Wirken sich die Arbeiten auf den öffentlichen Straßenverkehr aus, müssen die Baufirmen die Maßnahmen im Vorfeld bei der zuständigen Straßenverkehrsbehörde beantragen. Diese erteilt dann für einen festgelegten Zeitraum eine verkehrsrechtliche Anordnung (VAO), deren Anweisungen und Auflagen die Baufirmen zur Verkehrssicherheit während der Arbeiten an oder neben der betreffenden Straße einhalten müssen. Dazu gehört beispielsweise auch ein Beschilderungsplan, der während der Bauzeit festlegt, welche Beschilderungen und Markierungen an welcher Stelle erforderlich sind. Ist der genehmigte Zeitraum abgelaufen, muss eine Verlängerung für noch nicht fertiggestellte Bereiche beantragt werden.

Selbstverständlich werden die Baufirmen in ihren Bautätigkeiten begleitend überwacht. Dazu hat der Landkreis Uelzen als Bauherr die Tele-Kabel-Ingenieurgesellschaft mbh sowie die MRK Media AG beauftragt. Seit Ende 2015 begleiten die zwei Ingenieurbüros das Glasfaserprojekt im Landkreis Uelzen von der Genehmigungs- und Ausführungsplanung über die Bauoberleitung bis hin zur Bauüberwachung. Neben den Bauüberwachern der Ingenieurbüros sind drei landkreiseigene Bauaufseher auf den Baustellen unterwegs, überprüfen die Einhaltung von Auflagen und wirken bei der Abnahme von Bauleistungen mit.

Nach Abschluss aller notwendigen Bauarbeiten müssen die Baufirmen in einem angemessenen Zeitrahmen und nach witterungsbedingten Möglichkeiten die Oberflächen, auf denen Bautätigkeit stattgefunden hat, wieder in den Ursprungszustand versetzen. Im öffentlichen Raum erfolgt die Abnahme der ausgeführten Oberflächenarbeiten durch den jeweils zuständigen Straßenbaulastträger. Darunter fallen Straßen, Fußgänger- und Fahrradwege sowie zugehörige Straßenausstattungen, Bauwerke wie Brücken oder Tunnel, aber auch straßenbegleitende Grün- und Gehölzflächen, die zum Beispiel an private Grundstücke angrenzen. Sollte es in diesen Bereichen zu Einwänden seitens des Straßenbaulastträgers kommen, werden die bei der Bauabnahme festgestellten Mängel von den Baufirmen nachgearbeitet und behoben. Nur auf privaten Grundstücken erfolgt die Abnahme mit den Grundstückseigentümern. Die Baufirmen legen dazu zum Abschluss der Bauarbeiten ein Verlegeprotokoll vor, mit dessen Unterzeichnung der Grundstückseigentümer sein Einverständnis über die Wiederherstellung der Oberflächen auf seinem Grundstück erklärt. Falls hierzu noch offene Punkte bestehen, sollten Bürgerinnen und Bürger die Baufirmen darauf hinweisen und das Protokoll erst gegenzeichnen, wenn eine Nacherfüllung erfolgt ist.

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