FTTB-Anschlusslegung

28.02.19 - Die Errichtung des neuen Glasfasernetzes ist derzeit zwar nur in den unterversorgten Gebieten möglich, der Ausbau erstreckt sich jedoch auf das gesamte Kreisgebiet. Denn vor dem Hintergrund, dass private Telekommunikationsanbieter seither nicht in der Lage waren über 50 Prozent der Gebäude mit ausreichender Bandbreite zu versorgen, hat die Politik die Verwaltung mit der 100-prozentigen Erschließung der unterversorgten Gebiete beauftragt.

Doch gerade einen kleinteiligen Glasfaserausbau bis zu jedem entsprechenden Gebäude voranzutreiben, bedarf umfangreicher Tiefbauarbeiten, besonders in einer weitläufigen ländlich geprägten Region. Die Arbeiten zur Erstellung der Anschlüsse gliedern sich in mehrere auch zeitlich voneinander getrennte Phasen. Es werden je nach Bodenbeschaffenheit verschiedene Verlegetechniken und die dafür spezialisierten Fachkolonnen eingesetzt.

Organisatorisch bedingt ist es möglich, dass zuerst die Leerrohrverlegung durch eine Baukolonne im öffentlichen Grund durchgeführt wird, eine andere Baukolonne aber z.B. zuständig ist für die Tiefbauarbeiten auf den privaten Grundstücken. Zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen die Kernbohrung am Gebäude und das Einführen der Mikrorohre. Daher kann es vorkommen, dass das vorverlegte Leerrohr versiegelt wird und erst einmal vor oder auf dem Grundstück liegen bleibt, bis es in das Gebäude geführt wird. Nachdem die Hauseinführung erstellt wurde, können das Einblasen der Kabel und die Montage der Leitung mit den notwendigen Spleißarbeiten (Verbinden der Lichtwellenleiter untereinander oder mit den notwendigen Kupplungen am Übergabepunkt / Gf-AP) erfolgen.

Grundsätzlich ist es daher möglich, dass die Baufirmen diese Arbeitsschritte mit verschiedenen Fachkolonnen durchführen und es auch zwei bis drei Monate dauern kann, bis der nächste Schritt unternommen werden kann.

Generell liegt die detaillierte Bauausführung und Einsatzplanung der Baukolonnen sowie die Terminabstimmung vor Ort in direkter Hand der Baufirmen. Die grundsätzliche Trassenführung und Grundstückszuführung ist vorgeplant. Nach Vor-Ort-Besichtigung der anzuschließenden Gebäude und der Bodenbeschaffenheiten kann es zu Änderungen kommen, sodass landkreisseitig nicht gesagt werden kann, wie lange die einzelnen Hausanschlusslegungen andauern und wann die Baufirmen mit weiteren Maßnahmen wie Erstellung der Hauseinführung oder Einblasen der Glasfaserkabel fortfahren können.

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