Glossar: Hausanschluss und Hauseinführung

28.02.19 - Der große Vorteil des FTTB-Anschlusses (Fibre-to-the-Building) ist es, nicht teilen zu müssen. Für jeden Gebäudeanschluss wird vom Verteilerkasten (NvT) jeweils ein separates Mikrorohr zum jeweiligen Haus verlegt. Sie müssen sich also keine Leitung mit Ihren Nachbarn teilen und büßen dadurch auch nicht an Surfgeschwindigkeit ein. Dort angekommen wird nach durchgeführter Kernbohrung am Gebäude eine gas- und wasserdichte Hauseinführung erstellt, durch die das Mikrorohr in das Gebäudeinnere geführt wird. Vom NvT beginnend wird das Glasfaserkabel mit entsprechend benötigten Fasern per Luftdruck bis ins Gebäude eingeblasen. Ein Einfamilienhaus erhält beispielsweise ein Kabel mit sechs Fasern. Die Faseranzahl ist durch die Vorgabe des Projektträgers ateneKom festgelegt. Für einen Internet- und Telefonanschluss genügt allein eine der filigranen Fasern, die kaum dicker sind als ein menschliches Haar. Die restlichen Fasern dienen als Reserve oder freie Kapazität für den Anschluss späterer Wohn- oder Gewerbeeinheiten im selben Gebäude. Bei den Hauseinführungen gibt es die unterschiedlichsten Hersteller und Modelle. Ob Gebäude mit oder ohne Keller, Hauseinführungen können sowohl oberirdisch ins Erdgeschoss als auch unteririsch verbaut werden. Vor dem Hintergrund der Materialbeschaffung steht den Baufirmen offen, je Ausbaugebiet andere Hersteller zu wählen. Es ist daher möglich, dass unterschiedliche Modelle eingesetzt werden. Wichtig ist, dass die Hauseinführung eine knickfreie Führung des Glasfaserkabels an der Innenwand sowie eine fachgerechte Gebäudeabdichtung nach außen gewährleistet.

 
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