Winterliche Einwirkungen

30.01.19 - Jedes Jahr steht er unerwartet vor der Tür – der Winter. Auch wenn nicht immer Schnee fällt gibt es einige Punkte, die bei Baustellen im Winter zu berücksichtigen sind. Zunächst ist im Winter meist mit mehr Niederschlägen zu rechnen. Ab einem bestimmten Feuchtigkeitsgrad kann der Boden beim Verschließen der Gräben und Gruben nicht mehr richtig verdichten werden. Dies führt dazu, dass die Gefahr von späteren Setzungen größer ist, die dann zu einem erhöhten Aufwand bei Nacharbeiten führen können.

Auch sind feuchte Böden anfälliger für Frost und gefrorene Böden lassen sich schwer lösen. Ein Einbau von gefrorenen Bodenschollen ist beim Verschließen der Gruben nicht möglich, da so ebenfalls keine ordnungsgemäße Verdichtung sichergestellt werden kann.

Weiterhin ist bei Baustellen im Winter darauf zu achten, dass diese möglichst innerhalb eines Tages wieder verschlossen werden. Zum einen hängt es damit zusammen, dass der ausgehobene Boden nicht über Nacht einfriert. Zum anderen minimiert es die Gefahr, sollte über Nacht Schneefall einsetzen, dass die Gruben und Gräben offen zu einem größeren Risiko für Anwohner und Verkehrsteilnehmer werden. Auch könnten die Anwohner und Gemeinden an den entsprechenden Stellen nicht ordnungsgemäß der Räumpflicht im Winterdienst nachkommen.

Ein weiterer Punkt ist die Verarbeitung der für das LWL-Netz erforderlichen Mikrorohre und Glasfasern. Diese können nur in bestimmten Temperaturbereichen verlegt werden. Sollte die Temperatur einen gewissen Grad unterschreiten ist eine ordnungsgemäße Verlegung nicht mehr möglich. Die Temperaturfenster können etwas ausgedehnt werden, indem man die Materialien vor dem Einbau frostfrei lagert. Aber bei den Trassenlängen, die zurzeit umgesetzt werden, ist dies ein enorm logistischer Aufwand und notwendige Lagerkapazitäten sind nicht immer gegeben.

Um also möglichst viele Nachteile von Baustellen im Winter zu umgehen, arbeiten die Baufirmen zurzeit viel in unbefestigten Oberflächen. Dadurch kann die Oberfläche bei einem plötzlichen Wintereinbruch provisorisch verschlossen werden. Dies ist bei Oberflächen wie z.B. Gehwegen aus Pflastersteinen nicht möglich, da sich der Untergrund für die Pflastersteine nur mit großem Aufwand ordnungsgemäß vorbereiten lässt.

Wir bitten um Verständnis, falls es in der kommenden Zeit aufgrund der Witterungen zu Einschränkungen oder Unterbrechungen in der Bautätigkeit kommen sollte.

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