Glossar: Hauptkabel und Kollokationsschacht

Wir sind bereits am PoP angekommen. Von hier aus muss eine Verbindung zu den Netzverteilerkästen entstehen – dies erfolgt mithilfe von Hauptkabeln. Ein Hauptkabel wird dabei vom PoP zu einem Kollokationsschacht geführt.  An diesen werden über drei bis vier weitere Hauptkabel die Leitungen von mehreren Netzverteilern zusammengeführt angeschlossen. Ein Hauptkabel ist in der Regel mit ein bis zwei Glasfaserkabeln und bis zu 144 Fasern belegt. Mit geeigneter Materialstärke können Mikrorohrverbände in der Hauptkabelebene direkt erdverlegt werden. Es kann aber auch eine Rohr-in-Rohr-Verlegung mit einem Schutzrohr in der Hauptkabelebene zum Tragen kommen.

Mit der Einrichtung von sog. Kollokationsschächten kommt man der Anforderung der ateneKom (Projektträger der Bundesförderung) nach, die besagt, dass die Anbindung von anderen Providern (z.B. Telekom) an ein Backbone möglich sein muss. Dazu gehören alle großen Verbindungsleitungen wie z.B. Hochspannungsleitungen und daher auch das neu entstehende Backbone des Glasfasernetzes. Denn natürlich besteht die gesetzliche Verpflichtung zu einem offenen Netzzugang, sodass auch andere Provider die Netzleitungen nutzen können, um z.B. eigene Produkte anzubieten. Entweder kann der Provider Leitungen beim Netzpächter anmieten oder aber er errichtet ab dem Kollokationsschacht seine eigenen Leitungswege zu den Endkunden.

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